Le Tour

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Lance Armstrong: Glück bei der Tour de France?

Was hat doch dieser Lance Armstrong für ein Glück, dass er sein Uwesen beim größten Radrennen der Welt heute treiben kann. Vor 400 Jahren wäre er mit ziemlicher Sicherheit auf dem Scheiterhaufen gelandet!

Sie glauben das nicht? Dann schauen Sie mal auf die Fakten:

  • Armstrong besiegt eine Krebskrankheit - an sich fast ein Ding der Unmöglichkeit.
  • Anschließend hat er so viel Geld, dass er alle Konkurrenten kaufen kann. Wer ihm gefährlich werden könnte, wird eingekauft und muss ihm dienstbar sein.
  • Nicht kaufen lassen sich Hamilton, Ullrich und Beloci, aber die erleiden dafür rätslhafte Unfälle:
    Hamilton bricht sich das Schlüsselbein an und ist während der ganzen Tour gehandicapt; Ullrich bekommt vor der ersten schweren Alpenetappe ein rätselhgaftes Fieber von 39,5 ° und geht geschwächt in die Alpen; Beloci stürzt schwer, als er Armstrong davon fahren will und ist aus dem Rennen.
  • Armstrong selbst stürzt 7 km vor einer schweren Bergankunft; er steigt blutend auf sein Rad, spurtet los und deklassiert die Weltelite um 1-2 Minuten.
  • Beim letzten, entscheidenden Zeitfahren stürzt Ullrich, in Führung liegend, ohne ersichtlichen Grund.

Wir sind heute geneigt, das alles als Zufall anzusehen, selbst wenn sich die Zufälle häufen. Oder wir reden von: “Glück gehabt”.

Für den mittelalterlichen Menschen hätte es aber nur eine Interpretation gegeben: Der Kerl ist mit dem Teufel im Bunde - und ab auf den Scheiterhaufen.

 

Wie dem auch sei,
ob mit oder ohne Scheiterhaufen
ich hätte lieber Jan Ullrich auf dem Treppchen gesehen.

 

 

 

 

Das Bild wurde gestaltet von meiner 75jährigen Mailfreundin Martha.

Auch 2004 setzen sich die seltsamen Zufälle fort. Alle ernsthaften Konkurrenten werden im entscheidenden Augenblick krank. Oder sie haben Unfälle, merkwürdige Unfälle (fahren auf eine bewachte Verkehrsinsel oder donnern in einen Holzzaun). Alle Fahrer, gegen die die Justiz wegen Dopingverdachts ermittelt, müssen die Tour verlassen, nur der Helfer von Armstrong nicht.

Die Komentatoren der Tour schwelgen im Begriffen wie: unbegreiflich, übermenschlich, außerirdisch ...