Doping

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1. Wer dopt, soll bestraft werden! Denn er ist ein Betr├╝ger.

Aber: Dummerweise leben wir in einem Rechtsstaat. Da hat man sich angew├Âhnt, dass dem Verd├Ąchtigen in einem geregelten Verfahren, seine Schuld nachgewiesen werden muss; dann erst wird er bestraft.. Bestrafung auf Verdacht, das hat es fr├╝her einmal bei uns gegeben: die Inquisition. Bestrafung auf Verdacht, das hat es  in den USA gegeben (gibt es?): die Lynchjustiz. Bestrafung auf Verdacht, das gibt es heute noch bei der Mafia.

Auch f├╝r internationale Konzerne wie die Telekom gilt der Rechtsstaat, deshalb d├╝rften Sportler nicht auf Verdacht bestraft werden.. Als Kunde kann ich keinem Unternehmen trauen, das Mafiajustiz betreibt.

2. Zu wessen Gunsten?

Wenn man wei├č, wer Vorteile hat von einem Vorgang, wei├č man meist auch, wer dahinter steckt. Cui bono, wie kluge Lateiner sagen.

An den Dopingskandalen verdienen:

  • die Pharmaindustrie:
    sie stellt nicht nur die Mittel her, sondern auch die Tests zum Nachweis der Mittel. Nur f├╝r das neueste Mittel stellt sie keinen Test bereit.
  • die Labore:
    jeder Skandal bringt mehr Geld f├╝r die Labore und eine Ausweitung der Tests.
  • einige Professoren (und -innen):
    die k├Ânnen sich auf Kosten der Sportler profilieren.

Die Verlierer bei der Sache sind die Sportler, die von Publikum und Sponsoren in immer h├Ąrtere Rennen getrieben werden.

3. Warum nicht der Fu├čball?

Ich m├Âchte mal h├Âren, was f├╝r ein Aufschrei durch die Nation ginge, wenn die Fu├čballnationalmannschaft nach einem Sieg geschlossen zur Dopingkontrolle m├╝sste, oder wenn mitten in der Nacht mit gro├čem Polizeiaufgebot das Vereinshaus von Bayern M├╝nchen durchsucht w├╝rde und die Spieler aus dem Bett geholt und zur Blutprobe geschleppt w├╝rden. Das wird aber nie passieren, weil der Fu├čball eine gewaltige finanzielle Macht darstellt, die der Radsport nicht hat.