Bahn

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Ich glaube, die Bahn hat ein Abkommen mit den Handy - Anbietern.

Wenn der Bahnkunde den Bahnof betritt, geht sein erster Blick auf die Anzeigetafel. Dort steht angegeben - elketronisch gesteuert und ständig aktualisiert - wie viel Verspätung sein Zug haben wird. Der Bahnkunde weiß auch die eigentümlichen Zeitangaben der Tafel zu deuten: Fünf Minuten Verspätung heißt mindestens eine Viertelstunde, und ab einer halben Stunde Verspätung weiß man nicht, ob der Zug überhaupt noch kommt.

Also greift der Bahnkunde zum Handy und telefoniert. Er muss den Leuten, zu denen er fährt, ja schließlich sagen, dass der Zug Verspätung hat und er den Anschlusszug nicht mehr erwischen wird, und dass man ihn erst später abholen solle, er wisse aber noch nicht, wann dort der nächste Anschlußzug fahre; man kontakte später noch einmal.
Oder er muss versuchen den Organisator der Fachtagung zu erreichen suchen und ihn bitten, dass man das Hauptreferat an’s Ende legen solle, da er nicht wisse, wann er ankomme.

Und der Bahnkunde ist sauer, denn wenn man beim Umsteigen den Anschlusszug verpasst, ist auch die bezahlte Platzreservierung futsch. Die Bahn geht das aber nichts an und sie erstattet auch nichts zurück.

Wenn der Bahnkunde nun mit Verspätung den Anschlussbahnhof erreicht, stellt er fest, dass der Anschlusszug auch Verspätung hat und er ihn problemlos erreichen kann. Also greift er wieder zum Handy und versucht, alle vorher getroffenen Regelungen wieder rückgängig zu machen. Bei Millionen von Bahnkunden sind das Abermillionen von Handygesprächen.

Ich verstehe gar nicht, wieso die Bahn den Handy Anbietern dieses Geschäft überlässt. Sie soll doch eine eigene Telefongesellschaft gründen. Dann kann sie mit ihrer Unpünktlichkeit auch noch ein Geschäft machen.