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Die katholische Kindertagsstätte - ein Ort der Begegnung und Integration
Die 205 katholischen Kindertagesstätten im Bistum Mainz haben kein gemeinsames Leitbild. Jede Einrichtung muss ihre eigenen Leitziele selbst formulieren. Den Rahmen dafür bieten die Pastoralen Richtlinen des Bistums. Sie beschreiben fünf Schwerrpunkte der Arbeit der Kindertagsstätten.
- Grundsätzlich geht es um „das konsequente Eintreten für Kinder und Familien mit dem Ziel, für sie positive Lebensbedingungen zu erhalten und zu schaffen, heißt es in den Pastoralen Richtlinien. „Mütter und Väter
sollen bei der Erziehung, Bildung und Bereuung ihrer Kinder unterstützt werden."
- Ein zweiter Schwerpunkt liege in der „vorrangigen Zuwendung zu Benachteiligten". Das bedeute, dass die Mitarbeiter besonders sensibel sind „für individuelle und familiäre Schwierigkeiten wie für soziale und
wirtschaftliche Problemstellungen von Kindern und Familien". Sie seien „achtsam besonders in Bezug auf versteckte Armut und sprachliche Schwierigkeiten".
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„Die Gestaltung einer lebendigen Beziehung von Kindertageseinrichtung zur Pfarrgemeinde und dem Gemeinwesen" formuliert der Text als dritten Schwerpunkt. Die Einrichtung soll „einen Ort der Begegnung, der Kommunikation und Integration von Kindern und Erwachsenen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen" bieten.
- Als vierten Schwerpunkt nennt der Text:
„Zeugnis geben in Worten, Zeichen und Taten, damit Menschen die Liebe Gottes erfahren können und Zugänge erhalten zum Glauben, und dass Familien Gemeinschaft und Kirche
erleben". Die Kindertagesstätten sollen ihre Arbeit so gestalten, dass ihr Alltag „als Lernweg und Lernort für den Glauben" erfahrbar wird. Wichtig dabei sei, „dass die Kinder im Erleben gläubigen
Handelns christliche Welt- und Sinndeutung erfahren".
- Fünfter Schwerpunkt der Pastoralen Richtlinien ist das persönliche Wachstum und die Weiterqualifizierung der Verantwortlichen für Kindertageseinrichtungen in Haupt- und Ehrenamt.
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